Direkte Hilfe gegen Armut in Indien


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SUPPORT – Society Untertaking Poor Peoples Onus For Rehabilitation


Flyer der Organisation SUPPORT

Im Jahr 2004, auf meiner Reise nach Indien, habe ich eine indische Organisation in Mumbai besucht, welcher nun grosse Teile des Spendengeldes zukommen sollen und die ich aktiv vor Ort unterstützen will. Direkt beim riesigen CST-Bahnhof liegt die Tagesstätte (Daycare) für obdachlose Kinder. Dazu betreibt SUPPORT ein weiteres Daycare und drei Häuser für Übernachtung und Ausbildung rehabilitierter Kinder. Ich habe das Daycare und das grösste Haus besucht und lernte dabei die Direktorin Frau Sujata kennen. Sie hat mir einiges erzählt:

 

Konzept

Street → DayCare → Medical Treatment → Resozialisierung → Ausblidung Auf den Strassen in Mumbai arbeiten Streetworker (meist früher selber Strassenkinder) und sprechen Strassenkinder an. Die Streetworker wissen, wie man auf solche Kinder zugeht, bieten Ihnen warme Mahlzeiten und Ruhe im Daycare an und ermutigen dazu, dorthin zu gehen. Pro Monat werden etwa 500 Kinder angesprochen. Gehen die Kinder freiwillig und regelmässiger ins Daycare, so versucht man sie zu ermutigen, aus dem Alkohol-, Drogen- und Strassenelend auszusteigen und eine Schulausbildung oder Anlehre in Angriff zu nehmen. Manche Kinder möchten dies nicht; man führt zwar kein vorbildliches und nachhaltiges Leben, verdient mit Betteln oder Stehlen aber nicht schlecht. Bevor diese Kinder geistig und körperlich in der Lage sind, ihr Leben zu verändern benötigen sie meist medizinische Hilfe und Drogenentzug. Manche sind mit 7 Jahren schon Alkoholiker, schnüffeln Lösungsmittel, nehmen alle Arten von Drogen und haben vom Leben auf der offenen Strasse schlimme Infektionskrankheiten. Hat sich der gesundheitliche und geistige Zustand gebessert und leben sie drogenfrei, so kann die Resozialisierung beginnen. Das Rehabilitations- und Transformations-programm dauert sechs Monate. Hier lernen die Kinder den Umgang mit Authoritaeten und einen geordneten, vorgegebenen Tagesablauf kennen. Diese Phase ist fuer die Kinder sehr schwierig. Am Anfang haben sie allerlei Frust, Wut und schechte Gewohnheiten. Sie sind demotiviert und laufen Gefahr, vor sich selber zurueck auf die Strasse und in die Drogenwelt zu entfliehen. Dieser Prozess ist daher sehr fragil. Die Kinder erhalten nach einem erfolgreichen Rehabilitationsprogramm eine Ausbildungsmoeglichkeit. Sie koennen zwischen Schule und Berufslehre waehlen. Ueblicherweise besuchen die Jüngeren eine öffentliche Schulen (Teilnahme gratis); die Älteren absolvieren eine einjährige Anlehre (z.B. als Zimmermann). Dabei leben die Kinder in einem der drei Häuser und bekommen einfache Mahlzeiten, wie Reis und Tee. Die insgesamt 175 Residental-Kids im Alter von 6 bis 20 Jahren schlafen in wenigen Zimmern dicht gedrängt auf dem Boden. Die Kinder helfen im Haushalt und beim Hausausbau mit.

 

Organisation

SUPPORT beschäftigt 28 Full Time Mitarbeiter: Streeworker, Daycare-betreuer, Residental-Nannys, Teacher und Lehrmeister. Frau Sujata Ganega ist seit 16 Jahren aktiv dabei.

Das monatliche Budget beträgt etwa 4000 USD für: Mitarbeiter, 3 Häuser, 2 Daycare, MedicalTreatment, Tea und Food und neuerdings ein Girls-Center.

 

Erfolg

Da die Kinder aus eigener Initiative kommen und oft noch sehr jung sind ist die Rückfallrate mit etwa 15% gering.

 

Probleme

Die Mitarbeiter der Swissair haben die Organisation unterstützt. Seit dem Swissair-Desaster ist die Finanzierung nicht mehr vollständig gesichert.
Viele Kinder sind HIV infiziert. Für Medikamente fehlt jedes Geld.
Man möchte natürlich möglichst noch mehr Kinder aufnehmen, stösst aber an Platz- und Finanzierungs-grenzen.

 

Ziele

- Stabile Finanzierung
- Noch jüngere Kinder ansprechen
- Ein Grundstueck von der Regierung erhalten um ein Center aufbauen zu koennen .

 

Bemerkungen

Ich habe die Organisation in den Jahren 2004 und 2005 besucht und habe regelmaessigen E-Mail Kontakt mit Frau Sujata Ganega. Ich uebwerseise das gespendete Geld und werde SUPPORT in Mumbai weiterhin aktiv mit Tat und Rat unterstützen.


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